Alexander der Große als Feldherr im Krieg

Philipp II. und das makedonischer Heer

Philipp II. hatte in vielen Kriegszügen Makedonien geeinigt, die Nachbarvölker besiegt und schließlich Athen und Theben unterworfen. Nach diesen Siegen richtete sich sein Augenmerk auf das Persische Reich.

Der makedonische König verpflichtete den Adel des Landes im Heer zu dienen, gleichzeitig öffnete er aber das Militär für Abenteurer aus allen Ländern, die, je nach ihren Fähigkeiten, Karriere machen konnten. Der König verstand es dabei durch geschicktes Taktieren seine Offiziere zu Höchstleistungen anzuspornen.

Alexanders erste Feldzüge

Alexander wurde im Alter von 16 Jahren zum Regenten ernannt. In dieser Funktion leitete er seinen ersten Feldzug gegen einen aufständigen Stamm. Während der Schlacht bei Chaironeia zwei Jahre später gab der König seinem Sohn das Kommando über den linken Flügel. Alexander führte den entscheidenden Reiterangriff auf die Thebaner. Athen und Theben waren besiegt.

336 v. Chr. wurde Philipp II. ermordet. Ob Alexander an diesem Mord beteiligt war, ist ungewiss. Jedenfalls ermordete er mehrere Konkurrrenten, die ihm den Thron streitig machen konnten. Alexander setzte schließlich die Politik seines Vaters fort, in dem er sich gegen Persien wandte.

Schlacht beim Granikos

Persien bedrohte seit Jahrhunderten die griechischen Staaten, die nun die Gelegenheit zu einem “Kreuzzug” gegen das orientalische Reich nutzten. 334 setzte Alexander am Hellespont mit 40 000 Hopliten und 5000 Reitern nach Kleinasien über. Der makedonische König, ein begeisterter Anhänger Homers, zog zunächst mit seinem Heer nach Troja, um seine Helden zu Ehren.

Von hier zog er weiter gegen die Perser. Am Fluss Granikos traf er auf die persischen Truppen. Auf der persischen Seite standen auch griechische Krieger im Sold und sicherten die rückwärtigen Linien.

Die Perser unter ihrem Befehlshaber Memnon erwarteten Alexander am gegenüber liegenden Ufer. Sie erhofften sich an dieser Stelle eine günstige Position für die Schlacht. Wider Erwarten griff Alexander mit seinen Reitern ungestüm an der stärksten Stelle an und brach bis zur griechischen Nachhut durch. Die griechischen Söldner in persischen Diensten wurden vernichtend geschlagen.

Diese Art des Angriff, verwegen, scheinbar leichtfertig, mit persönlichem Einsatz wurde zum Kennzeichen alexandrinischer Kriegsführung.

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