Lebenslauf / Biographie: Michel Foucault

1926 – Am 15. Oktober wird Paul-Michel Foucault als zweites Kind seiner Eltern Paul-André und Anne-Marie Foucault, geborene Malapert, in Poitiers geboren. Sein Vater ist Chrirurg und arbeitet als Universitätsprofessor der Anatomie. Seine Schwester Francine wurde 1925 geboren. 1933 kommt sein Bruder Denys zur Welt.

1936-1945 – In dieser Zeit besucht Foucault das Lycée de Poitiers (bis 1940) und das Jesuiten-Collège Saint Stanislas. Nachdem er vergeblich versucht, an der École Normale Supérieure aufgenommen zu werden, besucht das Lycée Henri IV in Paris. Nach Abschluss erhält er einige Monate Unterricht bei dem französischen Philosophen Jean Hyppolite.

1945-1952 – Lebt Michel Foucault in Paris

1946-1950 – Im zweiten Anlauf wird er an der École Normale Supérieure aufgenommen. Er studiert dort Philosophie und Psychologie. 1948 macht er sein Diplom in Philosophie, 1949 in Psychologie.

1951 – Macht er das Staatsexamen in Philosophie.

1950-1953 – Ist er Mitglied der Kommunistischen Partei, tritt aber nach drei Jahren aufgrund der Haltung der Kommunisten gegenüber der Homosexualität wieder aus.

1950-1955 – Ist Foucault Lehrer an der École Normale Supérieure in Paris.

1952 – Macht er sein Diplom in Psychopathologie.

1952-1954 – Ist er Assistent an der Faculté des Lettres (Philosophische Fakultät) der Universität von Lille.

1955-1958 – Arbeitet er als Assistent an der Universität in Uppsala, Schweden, als Leiter des Maison de France und Lehrer für französische Sprache und Kultur.

1958 – Wird er für ein Jahr Direktor des Centre français in Warschau, Polen.

1959-1960 – Arbeitet er als Direktor des Instituts français in Hamburg, Deustchland.

1960-1966 – Aufenthalt in Clermont-Ferrand, Massif Central.

1960-1962 – Ist er Dozent an der Faculté des Lettres der Universität von Clermont-Ferrand.

1961 – Promoviert er an der École Normale Supérieure in Paris mit seiner Arbeit „Histoire de la folie à l´âge de la classique“.

1962-1966 – Arbeitet er als Professor der Philosophie und der Psychologie an der Universität von Clermont-Ferrand.

1965 – Unternimmt er eine Vortragsreise nach Brasilien.

1966-1968 – Ist er für zwei Jahre Gastprofessor an der Universität von Tunis, Tunesien.

1968-1984 – Lebt er mit teilweisen Unterbechungen in Paris.

1968-1970 – Beteiligt er sich als Professor der Philosophie an der Gründung des Centre universitaire expérimental an der Universität Paris-VII, Vincennes.

1969 – Wird Foucault ins Collége de France gewählt, einem wissenschaftlichen Institut in Paris, an dem nur Spitzenwissenschaftler ihres Fachs arbeiten dürfen.

1970-1984 – Ist er Professor für die Geschichte der Denksysteme am Collège de France.

1971 – Gründet er zusammen mit Jean-Marie Domenach und Pierre Vidal-Naquet die „Groupe d`Information sur les Prisons“ (G.I.P.; Gruppe zur Information über Gefängnisse), die bis 1973 besteht.

1972 – Reist er nach Amerika und besucht das Gefängnis von Attica, New York.

1975 – Ist er Gastdozent an der Universität Berkeley in Kalifornien.

1978 – Unternimmt er eine Reise nach Japan und beschäftigt sich mit dem Zen-Buddhismus, außerdem berichtet er als Korrespondent über die Revolution der islamischen Fundamentalisten im Iran.

1981-1982 – 1981 beginnt er die Zusammenarbeit mit der polnischen Gewerkschaftsbewegung „Solidarnosc“, ein Jahr später reist zusammen mit Simone Signoret und Bernard Kouchner nach Polen.

1983 – Hält er erneut Vorträge in Berkeley, Kalifornien.

1984 – Stirbt Michel Foucault am 15. Juni an den Folgen einer HIV-Infektion.

Quellen des Lebenslaufs:

Gesellschaft für Allgemeine und Integrative Psychotherapie:
http://www.sgipt.org/biogr/sonst/foucault.htm#Foucaults%20Leben%20im%20Zeitraffer%20(Quelle%20romono)
und Universität Graz: http://www.kfunigraz.ac.at/sozwww/agsoe/lexikon/klassiker/foucault/14bio.htm

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