Was ist Inflation?

Definition

Unter Inflation versteht man einen anhaltenden, rapiden Anstieg des Preises, der durch einen Index (wie beispielsweise dem Verbraucher-Preis-Index) über Monate und Jahre hinweg gemessen wird und sich im Absinken der Kaufkraft der bestimmten Währung niederschlägt. Am stärksten von der Inflation betroffen sind diejenigen Lohnempfänger mit einem Festlohn und Inflation ist ein Hinderungsfaktor für das Sparen. Um starker Inflation entgegenzuwirken, kommt es zum Einsatz der Politik der Preisniveaustabilität und der Einrichtung von Zentralbanken, wie beispielsweise der Europäischen Zentralbank.

Gründe für Inflation

Es gibt keine universell gültige Ursache für die Inflation, jedoch haben sich in der modernen Wirtschaftstheorie drei Arten von Inflation durchgesetzt.

  1. Die sogenannte Kosteninflation (cost-push inflation) entsteht aufgrund von Lohnerhöhungen, die Unternehmen dazu zwingt, die Kosten anzuheben um die gestiegenen Löhne zu kompensieren. Das führt wiederum zur Nachfrage nach noch höheren Löhnen (sogenannte Lohn-Preis-Spirale).

  2. Die sogenannte durch Nachfrageüberhang ausgelöste Inflation (demand-pull inflation) entsteht durch einen Anstieg der Verbrauchernachfrage, der durch die einfachere Erreichbarkeit von Krediten begünstigt wird.

  3. Die Geldwert-Inflation (monetary inflation) entsteht durch die Ausweitung der Geldmengen (was durch den Anstieg der Gelddruckerei durch eine Regierung zur Deckung der Defizite geschieht).

Ausprägung und Folgen von Inflation

Inflation lässt sich in verschiedene Geschwindigkeiten und Ausprägungen gliedern, die wiederum bestimmen welche Folgen die Inflation nach sich zieht.

  1. Leichte Inflation: von leichter Inflation spricht man, wenn der Wertverlust pro Jahr bis zu 5% beträgt. In diesem Fall wirkt sich die Inflation nachfragefördernd aus, weil die von der Inflation betroffenen Menschen ihr Geld entweder ausgeben oder investieren wollen.

  2. Schwere Inflation: von schwerer Inflation spricht man ab einem Wertverlust von mehr als 5% pro Jahr. Das hat zur Folge das Geld um ein Vielfaches schneller an Wert verliert als es bei anderen Gütern, wie beispielsweise Immobilien oder Aktien, der Fall ist. In dem Fall kommt es zur Anwendung von Ersatzwährungen (z.B. Zigaretten oder Fremdwährungen) und es kommt zur Kapitalflucht.

  3. Hyperinflation: von Hyperinflation spricht man dann, wenn das Preisniveau extrem rasant ansteigt (ungefähr 50% Inflationsrate/Monat = jährliche Rate von circa 13.000%). Dies ist eine unkontrollierbare Form der Inflation, die normalerweise in einer Währungsreform endet.
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