Die ökologische Nische – Definition & Einnischung

Definition

Die ökologische Nische wird durch die unterschiedlichen Umweltfaktoren bestimmt, die es einer Spezies erlauben zu überleben und ihre Fortpflanzung zu gewährleisten. Dabei wird zwischen biotischen Faktoren und abiotischen Faktoren unterschieden. Biotische Faktoren können eine Art der Nahrungsquelle oder die Größe der Nahrung sein, abiotische Faktoren sind z.B. Temperatur, Lichtintensität, Luftfeuchtigkeit oder gar der Salzgehalt des Trinkwassers. Unter der ökologischen Nische versteht man daher weniger den Lebensraum, in dem eine Art lebt sondern vielmehr die funktionelle Beziehung in der diese Art zum Ökosystem steht.

Einnischung

Die Ausbildung unterschiedlicher ökologischer Nischen wird als Einnischung bezeichnet. Diese führt dazu, dass mehrere Arten sich den gleichen Lebensraum teilen und nebeneinander existieren können, also eine Koexistenz grundsätzlich möglich ist. Würden mehrere Arten im gleichen Ökosystem ähnliche Ansprüche haben, so würde eine enorme Konkurrenz erzeugt die letztendlich immer mehr Arten verdrängen würde (Konkurrenzausschlussprinzip). Durch das Ausnutzen besonderer Umweltangebote durch eine Art, entzieht sich diese der zwischenartlichen Konkurrenz. Die Einnischung führt deshalb zur unterschiedlichen Nutzung des gleichen Lebensraumes durch verschiedene Arten und erhält diese.

Aber auch Arten, die in geographisch abgesonderten Gebieten leben, können ähnliche ökologische Nischen ausbilden und weisen deshalb häufig Ähnlichkeiten in Gestalt und Lebensweise auf, obwohl sie nicht mit verglichenen anderen Arten verwandt sind. Sie bilden also eine Konvergenz aus.

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