Biotop – Definition & Beispiel

Dies kennt vermutlich jeder, in der schönen Sommerzeit zieht es uns Menschen ans Wasser. Hier können wir uns abkühlen, uns sportlich betätigen, oder einfach nur in der Sonne sitzen und das Umfeld beobachten. Nicht nur Freibäder, sondern auch natürliche Gewässer werden bei Wasserliebhabern an heißen Sommertagen immer beliebter. Im gereinigten und gechlorten Schwimmbadwasser sind die anderen Badegäste die einzigen Lebewesen um uns herum.

Im natürlichen Gewässer hingegen sieht dies ganz anders aus. Ein naturbelassenes Gewässer ist Lebensraum für mehr als 1000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Bei natürlichen Gewässern unterscheidet man stehende Gewässer und fließende Gewässer. In der folgenden Arbeit haben wir uns mit dem Ökosystem Fließgewässer intensiv beschäftigt. Für unsere Untersuchungen haben wir einen Teilabschnitt der Lauter ausgewählt und näher betrachtet.

Allgemeine Informationen über ein Biotop:

Am Beispiel eines ausgewählten Gewässerabschnitts der Lauter in Kaiserslautern:

  • Breite: 5m
  • Länge: 10m
  • Tiefe/Pegel: 30cm
  • Fließgeschwindigkeit: 0,34m/s
  • Durchschnittstemperatur: 13 °C

Für Wasserpflanzen und Wassertiere spielt die Wassertemperatur als Teil des natürlichen Lebensraums eine große Rolle. Daher haben wir mit Hilfe eines Stabthermometers die Temperatur des fließenden Gewässers in unserem Flussabschnitt gemessen. Durch Messungen an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten (14.10.07, 18.30 Uhr; 17.10.07, 14.45 Uhr; 17.10.07, 18.30 Uhr) ist es uns gelungen eine Durchschnittstemperatur von 13°C zu ermitteln.

Auffallend war hierbei, dass unabhängig von Tag, Uhrzeit und Außentemperatur die Wassertemperatur jedes Mal nahezu der ermittelten Durchschnittstemperatur von 13°C entsprach. Erklärung dafür ist die hohe spezifische Wärmekapazität des Wassers, sprich ihre Fähigkeit viel Wärme aufzunehmen und zu speichern, sowie die Temperatur auch dann konstant zu halten wenn sich äußere Einflüsse geringfügig ändern.

Das ist für die Lebewesen in einem Gewässer auch wichtig, da große Temperaturschwankungen das Leben innerhalb eines Biotops maßgeblich beeinträchtigen, wohingegen eine relativ konstante Temperatur vielen Organismen ein Leben ermöglicht.

Biologische Gewässeruntersuchung:

Verwendete Materialien:

  • Haushaltssieb
  • großes Aufbewahrungsgefäß
  • Mikroskop

An der Untersuchungsstelle entnehmen wir aus allen charakteristischen Kleinbiotopen (Bodengrund und Wasserpflanzen) Proben. Mit Hilfe des Haushaltssiebes sieben wir den Bodenschlamm fünfmal an verschiedenen Stellen durch. Die dabei gewonnenen Makroorganismen kommen in ein mit Wasser gefülltes Aufbewahrungsgefäß. Nach der Erfassung der Bodengrundfauna sieben wir zehnmal durch die Wasserpflanzen und geben die Makroorganismen in das Aufbewahrungsgefäß. Nun haben wir das Aufbewahrungsgefäß nach Makroorganismen und deren Häufigkeit untersucht.

Jedem Tier ist ein Saprobienindex zugeordnet mit welchem man die Güteklasse bestimmen kann. Gewässer oder Gewässerabschnitte mit mäßiger Verunreinigung und guter Sauerstoffversorgung; sehr große Artenvielfalt und Individuendichte von Algen, Schnecken, Kleinkrebsen, Insektenlarven; Wasserpflanzenbestände decken größere Flächen; ertragreiche Fischgewässer.

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