Konzepte des Fahrradtourismus

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten das Fahrrad in den alltäglichen oder zu touristischen Zwecken einzusetzen. In den folgenden Abschnitten werden die wichtigsten vorgestellt.

Bike & Ride

Bike & Ride bedeutet, dass eine Person von dem Ausgangspunkt das Fahrrad benutzt und an eine Haltestelle des ÖPNV fährt. An dieser Haltestelle wird das Fahrrad an dafür vorgesehnen Abstellanlagen abgestellt und es werden die ÖPNV´s genutzt. Vorrausetzungen sind gut ausgebaute Radwegnetze, Fahrradverleih und vor allem die Abstellanlagen. Bedingungen für gute Abstellanlagen sind:
– ausreichender Wetterschutz
– Beständigkeit durch Vandalismus (Materialwahl)
– geringe Unterhaltskosten
– geringer Platzbedarf
– offene Bauweise
– Nutzung vorhandener Lichtquellen
(vgl. Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes NRW(ILS), S.79ff)

Ride & Bike

Ride & Bike besagt, dass die Person von ihrem Ausgangspunkt zu Fuß eine Haltestelle des ÖPNV aufsucht und die ÖPNV benutzt. An der Zielhaltestelle hat die Person ein Fahrrad deponiert, mit sie jetzt weiter fahren kann. Bei regelmäßigem Nutzen von Ride & Bike erfordern die Abstellanlagen besondere Diebstahlsicherungen, da die Fahrräder über Nacht draußen stehen.
Beim Freizeitverkehr ist es wichtig, dass es an der Zielhaltestelle einen Fahrradverleih gibt. Dies ist vor allem für die Regionen interessant, in denen es verboten ist Fahrräder im ÖPNV mitzunehmen. (Kooperation im Umweltverbund (KIU), S. 9ff)

Park & Bike am Beispiel Münster

Münster hat 1993 eine Parke & Bike Anlage fertig gestellt. Diese ist von einer Autobahnausfahrt zu erreichen. Dieses Konzept funktioniert so, dass der Nutzer sein Auto abstellt und dann mit seinem eigenen Fahrrad weiterfährt oder sich gegen eine Gebühr ein Fahrrad leihen kann. In Münster gibt es für das eigene Fahrrad diebstahlsichere Fahrradboxen, Touristen können sich gegen die die Gebühr von damals 5 DM/Tag ein Fahrrad leihen. Dieses Konzept hat den Vorteil, dass ein großer Teil des Autoverkehrs gar nicht mehr in die Stadt hereinkommt und sie blockiert. (vgl. KIU, S.9ff)

Quellen:

Biermann, A (1996): Fahrradtourismus im ländlichen Raum – ein neuer Markt für Winzer und Landwirte? – In: Europäischen Tourismus Institut GmbH an der Universität Trier, 1996, Heft 8, S 45ff.
Brysch, A (1996): Fahrradtourismus in der Stadt – Erfolgsfaktoren und Entwicklungspotentiale. – In: Europäischen Tourismus Institut GmbH an der Universität Trier, 1996, Heft 8, S 32ff.
Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein-Westfalen (1996): Park + Ride und Bike + Ride, Dortmund.
Mohnheim, H (1995): Die kurze Lagebestimmung zur Radverkehrsplanung. – In: Kooperation im Umweltverbund, 1995, Dortmund.
Steinecke, A/ Hallerbach, B (1996) : Fahrradtourismus – ein Bericht zur Forschungslage und zu den Forschungsdefiziten – In: Europäischen Tourismus Institut GmbH an der Universität Trier, 1996, Heft 8, S 7ff.
http://www.ruwer-hochwald-radweg.de

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