Marketing Mix: 4P einfach erklärt + Beispiel-Aufgaben

Im Wesentlichen hat ein Unternehmen zur Erreichung seiner Marketingziele vier Instrumente zur Verfügung stehen. Diese Vierteilung hat sich sowohl in der Praxis als auch in der Literatur durchgesetzt. In Anlehnung an die amerikanische Literatur wird sie auch als „4P“ bezeichnet: product, price, promotion und place. In die deutsche Wissenschaft übertragen spricht man hier von den folgenden 4P.

Die 4P im Marketing Mix (deutsch):

  • Produktpolitik
  • Preispolitik
  • Kommunikationspolitik
  • Distributionspolitik

Produktpolitik

Alle marketingpolitischen Aktionen, die sich auf die Variation der Produkteigenschaften beziehen, gehören zur Produktpolitik. Aufgabe ist es, Entscheidungen über das Produkt und den Produktmix zu treffen (z.B. Gestaltung der Verpackung/Produktbeschaffenheit, Entscheidungen über Markenbildung).

Preispolitik

Bei der Preispolitik stehen folgende Aufgaben im Vordergrund:

  • Festlegung der zu erbringenden Gegenleistung (i.d.R. Geld)
  • Festsetzung des Preises (Entscheidung steht im Zusammenhang mit Absatzmengen, Konkurrenzpreisen und Produktionskosten)
  • Entscheidung über Preisänderungen (z.B. Rabatte, Skonti)
  • Festlegung der Liefer- und Zahlungsbedingungen (z.B. Zahlungszeitpunkt, Leasing)

Vgl. Ramme (2004), Kapitel 8

Kommunikationspolitik

Die Kommunikationspolitik beschäftigt sich mit verkaufsfördernder Werbung, Public Relations und Warenpräsentation. Hierbei lassen sich zwei verschieden Funkionen unterscheiden: Informationsfunktion (über Produktexistenz und dessen Vorteile informieren, an Produkt erinnern) und Motivationsfunktion (zum Kauf motivieren, Kauf bestätigen).

Distributionspolitik

Als Unternehmen muss man sich letztendlich auch noch über die Distributionspolitik Gedanken machen, denn weder Zeit noch Ort von Produktion und Konsum fallen i.d.R. zusammen. Somit geht es bei diesem letzten Punkt um die Überbrückung von Raum und Zeit, was nun einmal erforderlich ist durch:

  • Standortentscheidung (technische Erfordernisse, Arbeitskräfteangebot, Subventionen)
  • Bestimmung der Absatzwege (direkter vs. indirekter Absatz)
  • Gestaltung der physischen Distribution

Vgl. Ramme (2004), Kapitel 9

Fazit

Eine situative Kombination dieser absatzpolitischen Instrumente bezeichnet man folglich als Marketing-Mix. Hierzu gehört alles, was ein Unternehmen veranlassen kann, um auf dem Zielmarkt die eigene Produktnachfrage zu beeinflussen. Ziel sollte jedoch ein optimales Zusammenspiel dieser Instrumente sein.

Die Vielfalt der Möglichkeiten führt allerdings zu Schwierigkeiten in der Kombination. Verschieden Maßnahmen können sich ergänzen, behindern oder gar ganz ausschließen. Somit lässt sich bereits an dieser Stelle feststellen, dass eine exakte Lösung des Kombinationsproblems fast nicht möglich ist. Simulationsmodelle sind zwar als Lösungsansätze bekannt, die jedoch lediglich Hilfestellung geben. Die wesentliche Entscheidung bleibt auch hierbei dem Fingerspitzengefühl und der Erfahrung des Managements überlassen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 Bewertungen, Durchschnitt: 4,33 von 5)
Loading...
Weitere Themen: