Umweltschutz Definition – Begriff und Schutzzweck

Umweltschutz im Allgemeinen umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen bereits eingetretene Umweltschäden zu beseitigen (reparativ-wiederherstellende Funktion), gegenwärtige Umweltbelastungen zu begrenzen und zu vermindern (repressiv-zurückdrängende Funktion), sowie künftigen Umweltbelastungen vorzubeugen (präventiv-vorsorgende Funktion). Betrachtet man diese drei unterschiedlichen Maßnahmen, so wird deutlich, dass Umweltschutz sich als problemorientierte Querschnittsaufgabe darstellt, welche nicht auf signifikante Aufgaben- und Lebensbereiche beschränkt werden kann.

Heutzutage gilt Umweltschutz, wie auch schon in der Einleitung angedeutet, als dringende Aufgabe. Kritisch betrachtet wird jedoch, welche ethischen Wertvorstellungen dem Umweltschutz zugrunde liegen – also welchen Schutzzweck er verfolgt. Aus anthropozentrischer Sicht entspringt die Pflicht des Umweltschutzes aus der Verantwortung für das Wohl der lebenden und zukünftigen Menschen. Ökozentrischer Umweltschutz hingegen versteht die Umwelt als einen Wert an sich, der um seiner selbst Willen geschützt werden muss. Dies wird mit der ethisch-sittlichen Verantwortung des Menschen gegenüber seiner Umwelt begründet. Ein letzter Ansatz, der ressourcen-ökonomisch verstandene Umweltschutz, zielt auf die Schonung der natürlichen Ressourcen, gerade der nicht erneuerbaren Rohstoffvorkommen ab – ein lebenswichtiges Anliegen der heutigen und zukünftigen Menschengeneration. Wie nun die Frage nach dem Schutzzweck beantwortet werden kann, erklären die Umweltgesetze selbst: dort ist überwiegend der konkrete Gesetzeszweck ausdrücklich benannt. Nach §1, Abs. 1, Umweltgesetzbuch I richtet sich der Zweck des Gesetzes auf den „Schutz des Menschen und der Umwelt auch in Verantwortung für künftige Generationen“.

Monographien

Albert, G. et al. (Hrsg.) (1996): Bewertung und Planung im Umweltschutz. Bonn.

Battis, U,; Kratzenberger, M.; Löhr, R.-P. (1999): Baugesetzbuch. München.

Erbguth, W.; Schlacke, S. (2010): Umweltrecht. Baden-Baden.

Fiedler; Große; Lehmann; Mittag (1995): Umweltschutz. Grundlagen, Planung, Technologien, Management. Jena.

Hinzen, A.; Bunzel, A. (2000): Umweltschutz in der Bebauungsplanung. Berlin.

Kimminich, O. ; v. Lersner, H. ; Storm, P.-C. (1994):Handwörterbuch des Umweltrechts Bd. 2. Berlin.

Kloepfer, M. (1978): Umweltschutz und Recht. Frankfurt.

Kloepfer, M.; Messerschmidt K. (1987): Innere Harmonisierung des Umweltrechts. Berichte des Umweltbundesamtes 6/86. Berlin.

Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (Hrsg.) (2000): Die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung in der Bauleitplanung. Arbeitshilfe für die Naturschutzbehörden und die Naturschutzbeauftragten. Karlsruhe.

Riedel, W.; Lange, H. (Hrsg.) (2002): Landschaftsplanung. Heidelberg, Berlin.

Roller, G.; Gebers, B.; Jülich, R. (2000): Umweltschutz durch Bebauungspläne. Ein praktischer Leitfaden. Freiburg.

von Schmidt-Aßmann, E., Schoch, F. (2008): Besonderes Verwaltungsrecht. Berlin.

Weiland, U.; Wohlleber-Feller, S. (2007): Einführung in die Raum- und Umweltplanung. Paderborn.

Aufsätze aus Sammelbänden

Buchwald, K. (1993): Der Landschaftsplan als zentrales Planungsinstrument vorsorgender, integrierter Umweltplanung. In: Buchwald, K. & Engelhardt, W. (Hrsg.): Umweltschutz – Grundlagen und Praxis, Band 2, S. 213-234. Bonn.

Messerschmidt, K. (2005): Umweltrecht. In: Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Raumordnung, S. 1185-1190. Hannover.

Stich, R.; Schmidt-Eichstaedt, G. (2005): Bauleitplanung. In: Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Raumordnung, S. 75-82. Hannover.

Internetquellen

Hund, S. (1997): Die Einbeziehung der Öffentlichkeit im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung. Konstanz. http://www.ub.uni-konstanz.de/kops/volltexte/2000/404/index.html

Stadt Düsseldorf, Garten-, Friedhofs- und Forstamt (2010): http://www.duesseldorf.de/umweltamt/planung/pla10100.shtml [18.08.2010]

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