Wirtschaftsverkehr am Beispiel Augsburgs

Der Wirtschaftsverkehr ist für eine Stadt von großer Bedeutung und hat sich in der Vergangenheit durch den Strukturwandel innerhalb der Wirtschaft, durch unter anderem arbeitsteilige Produktion, just-in-time-Anlieferung und Verringerung der Lagerhaltung, stark vergrößert.

Dies führte zu Beeinträchtigungen und Behinderungen des übrigen Verkehrs und vor allem im Bereich der Altstadt und Gebieten mit hohem Parkdruck zu Problemen (vgl. STADT AUGSBURG 2006, S.11). Für das Planungsprogramm der Stadt bedeutet dies, dass „durch eine Neukonzeption des Wirtschaftsverkehrs […] Nutzungskonflikte zwischen Wirtschaftsverkehr, privatem Verkehr, den Anliegern und verkehrsbedingte Luftbelastungen reduziert werden [sollen]. Auch die Verkehrserschließung der Wirtschaft muß stadtverträglich sichergestellt und effizienter gestaltet werden. Die Stadt kann keinesfalls im Alleingang den Wirtschaftsverkehr organisieren, wohl aber in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen.“ (STADT AUGSBURG 2006, S.56) Diese Zusammenarbeit bedeutet, dass Schnittstellen und Umschlageeinrichtungen im Bereich Straße und Schiene (jeweils nah und fern) geschaffen werden müssen. Außerdem müssen Lade- und Liefertätigkeiten im Bereich des Wirtschaftsverkehrs erleichtert werden und Hilfen für eine effektive Kooperation angeboten werden.

Im Bereich des Güterverkehrs hat die Stadt Augsburg bereits ein eigenständiges innerstädtisches Güterbahnnetz geschaffen, die Augsburger Localbahn. Dieses bindet wichtige Gewerbegebiete der Stadt an das Schienennetz der Deutschen Bahn AG (DB AG) an. Die Verkehrsaufgabe besteht dabei im Wagenladungs- und Ganzzugverkehr, wobei es ihr möglich ist, trotz ungünstiger Rahmenbedingungen den Betrieb durch einfache Betriebsweise und den Einsatz effektiver moderner Technik (wie z.B. Funkfernsteuerung) zu ermöglichen.

Auch hier gilt für die Zukunft, dass die Stadt mit anderen Institutionen zusammenarbeiten muss; so muss sie das Netz der Localbahn und die Güterverkehrsanlagen der DB AG sichern und bei der Anpassung an die Erfordernisse des modernen Güterverkehrs mitwirken (vgl. STADT AUGSBURG 2006, S.11 und vgl. STADT AUGSBURG 2006, S.56).

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