Industriestadt Kaiserslautern

Trotz des allgemeinen Rückganges des produzierenden Gewerbes ist Kaiserslautern mit heute 10.600 Arbeitsplätzen allein im industriellen Bereich, noch immer eine bedeutende Industriestadt. Diese Tatsache hat die Stadt den vielen national sowie international bekannten Traditionsunternehmen zu verdanken. Weltweit anerkannte Betriebe, wie „PFAFF Industriesysteme und Maschinen AG“, die „Adam Opel GmbH“, „General Dynamics“ oder die „Keiper Recaro Group“ sind auf ihrem jeweiligen Gebiet führende Werke und große Arbeitgeber der Stadt. All diese Unternehmen wurden zur Blütezeit der industriellen Bau- und Entwicklungsphase zum Ende des 19. Jh. gegründet. Die ehemals blühende Textilindustrie ist heute nur noch durch die Spinnerei Lampertsmühle AG (Herstellung von Effekt- und Spezialgarnen) gering vertreten. Ein weiteres Großunternehmen, wie die Kammgarnspinnerei Kaiserslautern GmbH musste Konkurs anmelden, wird aber heute als Kulturzentrum äußert effektiv genutzt.

Zur wichtigsten industriellen Neuansiedlung zählt das Motoren- und Komponentenwerk der Adam Opel AG, welches unter anderem auch die Firma GKN (Gelenkwellenwerk Kaiserslautern GmbH) in dessen Werksgelände beherbergt und heute den größten Arbeitgeber der Westpfalz darstellt. Ebenso zur Automobilbranche gehören die Corning GmbH (Produktion von keramischen Katalysatorträgern) sowie die Europamaster GmbH, ein europaweit tätiges Reifenserviceunternehmen mit Hauptsitz in Kaiserslautern. Die Keiper Recaro Group, deren Tätigkeitsfeld der Herstellung von Automobil- und Flugzeugsitzen gewidmet ist, hat ebenfalls seinen Sitz in Kaiserslautern und darüber hinaus eine Produktionsstätte in Rockenhausen, etwa 30 km von Kaiserslautern entfernt. Weitere große industrielle Arbeitgeber sind Freudenberg (Faservliesstoffe), die C.P. Schmidt GmbH & Co. KG (Verpackungen aus Pappe) sowie die Wipotec Wägetechnik GmbH (Wägesysteme für industrielle Anwendungen) (vgl. Kaiserslautern.de 2010, o. S.).

Die Zahl der Betriebe war von 2002 bis 2007 rückläufig, so waren es im Jahr 2002 noch 50 ansässige Betriebe im produzierenden Gewerbe und 2007 nur noch 44, dagegen stieg die Anzahl ein Jahr später wieder auf 49. Gleichzeitig sank die Beschäftigtenzahl im gleichen Zeitraum um etwa 12%, von 12198 auf 10759 Industriearbeiter (vgl. Statistischer Jahresbericht 2009, S. 49f.). Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten und größten Industrieunternehmen der Stadt, auf die im weiteren Verlauf dieser Arbeit noch detaillierter eingegangen wird (vgl. Statistischer Jahresbericht 2009, S. 43-69).

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