Merkmale des Dadaismus: Epoche der Kunstgeschichte

Als Dadaismus oder Dada wird eine künstlerische und literarische Bewegung bezeichnet, die im Jahr 1916 in Zürich von Hans Arp, Emmy Hennings, Hugo Ball, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Tristan Tzara gegründet wurde. Der Hintergedanke dieser Bewegung war die Ablehnung der „konventionellen“ Kunst, die oft parodiert wurde. Der Dadaismus kann als eine Revolte der Künstler gegen die Kunst angesehen werden. Sie lehnten das Wertesystem und die Gesellschaft ihrer Zeit ab. Dies resultierte in der übertriebenen und satirischen Darstellung der traditionellen Kunstformen.

Begriffserklärung:

Es gibt verschiedene Theorien bezüglich der Namensgebung:

  • Eine davon besagt, dass der Schriftsteller Hugo Ball im Beisein von anderen Künstlern mit einem Federmesser in ein französisches Wörterbuch stach und das Wort dada (franz. Kindersprache für „Steckenpferd“) traf.
  • Eine sehr ähnliche Theorie besagt, dass Richard Huelsenbeck und Hugo Ball in einem französischen Wörterbuch nach einem Namen für die Schweizer Sängerin des Cabarets Voltaire suchten und dabei auf das Wort dada stießen.
  • Das Wort gefiel den Künstlern, doch sie wehrten sich gegen die Endung -ismus, da dadurch wieder eine Kunstrichtung impliziert wurde und das wollte Dada eigentlich nicht sein.

Zeitliche Einordung:

  • ca. 1916 – 1925

Merkmale des Dadaismus:

  • Eines der Hauptmerkmale des Dadaismus ist die Darstellung sinnloser Formen. Aufgrund dessen wurde viel mit Zufallstechniken gearbeitet.
  • Es wurde entgegen jeder Logik und Vernunft mit den verschiedensten Ausdrucksformen und Techniken experimentiert.
  • Alltägliche Gegenstände wurden mit kindlicher Naivität und auf kindliche Art und Weise dargestellt und in Kunstobjekte integriert. So entstanden eigenständige Kunstwerke.
  • Schönheit und Ästhetik standen nicht im Vordergrund. Vielmehr handelte es sich um ein Durcheinander verschiedener Stilmittel, Überspitzungen und satirischer Elemente. Auch die Entartung und unsinnige Gestaltung der bisherigen Kunstrichtungen war in Werken der Dada-Bewegung zu finden.
  • Die Verwendung von Holz- und Linoleumschnitten, Assemblagen und Collagen gehörten zu den technischen Merkmalen des Dadaismus.

Bedeutende Künstler des Dadaismus:

  • Hans Arp
  • Hugo Ball
  • Otto Dix
  • Marcel Janco
  • Richard Huelsenbeck
  • Emmy Hennings
  • Otto Flake
  • Theo van Doesburg
  • Tristan Tzara

Erbe des Dadaismus:

Obwohl die Stilrichtung des Dadismus nur einige Jahre währte, trug diese jedoch wesentlich zur Entwicklung andere Richtungen, wie dem Surrealismus, bei. Der Dadaismus inspiriert zudem Künstler bis in die heutige Zeit.

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