Merkmale des Expressionismus: Stilrichtung der Kunstgeschichte

Der Expressionismus ist wie der Impressionismus eine Bewegung gegen die Tendenzen des Naturalismus. In dieser Stilrichtung will der Künstler dem Betrachter sein Erlebnis zeigen.

Begriffserklärung:

Das Wort Expressionismus ist vom italienischen „expressio“, das „Ausdruck“ bedeutet abgeleitet.

Zeitliche Einordnung:

  • Erste expressionistische Strömungen entstanden zwischen 1885 und 1900
  • Zu Beginn des 20. Jahrhundert folgte die zweite, bedeutendere expressionistische Strömung. Zu dieser zählen z.B. die Frühwerke von Pablo Picasso und die Gründung der Dresdner Brücke.
  • Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde der Expressionismus entweder von anderen Stilrichtungen überlagert oder abgelöst. Dies ist auf den Einfluss des Krieges auf die Künstler zurückzuführen. Bedeutende Expressionistische Werke sind aber sogar noch nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden.

Merkmale der Malerei des Expressionismus

:

  • Der Expressionismus stellte sich den Gestaltungsweisen des Impressionismus entgegen
  • Freier Umgang mit Formen und Farben
  • Häufig wurden ungemischte Farben verwendet
  • Motive wurden auf markante Formelemente reduziert
  • Die traditionelle Perspektive wurde aufgelöst
  • Schöne Formen und wirklichkeitsnahe Abbildungen waren den Künstlern nicht wichtig
  • Künstler des Expressionismus drückten ihre subjektiven Gefühle aus
  • Im deutschsprachigen Raum traten holzschnittartige Formen auf
  • Viele Werke wurden von der afrikanischen und ozeanischen Kunst angeregt. Die Künstler sahen in dieser eine „neue Natürlichkeit“

Merkmale der Literatur des Expressionismus:

  • Haupthemen: Krieg, Zerfall, Angst, Großstadt, Weltuntergang, Natur, Liebe, Rausch und Wahnsinn
  • Anstatt der bürgerlichen Ästhetik wurde die „Ästhetik des Hässlichen“ beschrieben. Wahnsinnige, Kranke und Hässliche wurden zu Hauptdarstellern.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (52 Bewertungen, Durchschnitt: 3,04 von 5)
Loading...
Weitere Themen: