Gesundheitsmodell – Ressourcen & Bedingungsfaktoren

Ergeben sich für einen Menschen belastende Situationen, kritische Lebensereignisse, so hängt es maßgeblich von den Ressourcen („Reserven“) der Person ab, ob sich diese Belastung in auffälligem Verhalten bzw. Krankheit äußern oder nicht.

Eine Person verfügt über positive Ressourcen:

  • günstige familiäre Verhältnisse
  • intakte Beziehungen zu Freunden, Verwandten, Bekannten
  • günstige materielle Bedingungen
  • positives Selbstbild
  • gute körperliche Verfassung
  • Intelligenz, Kreativität, Optimismus
  • Positive Ressourcen ermöglichen es der Person, sich Anforderungen gewachsen zu fühlen, sie wirken sich günstig auf die Bewältigung von Belastungen bzw. Stressreize aus und stabilisieren die Gesundheit.

Nachteilig sind negative Ressourcen bzw. das Fehlen bestimmter positiver Ressourcen:

  • zu kleine, enge Wohnung
  • starker Straßenlärm tagsüber und nachts
  • schlechte Luft
  • ungesunde Ernährung
  • pessimistische Lebenseinstellung
  • negatives Selbstbild
  • Negative Ressourcen belasten die Gesundheit und das Stresserleben, sie führen zu Verletzlichkeit bzw. Verwundbarkeit und Anfälligkeit für Krankheit. Sie stellen einen Risikofaktor für den betreffenden Menschen dar, ähnlich wie Rauchen, Drogenkonsum, zu wenig Schlaf, Bewegungsmangel.

Wechselwirkung von Körper und Seele

Der Zustand des Körpers und der Seele/Psyche werden als zusammenhängend angesehen. Somit werden Anfälligkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheit psychisch beeinflusst. Neben biologischen und psychologischen werden zudem auch soziale Faktoren berücksichtigt. Dieses Verhältnis führte zur Entwicklung eines bio-psycho-sozialen Modells für das menschliche Erleben und Verhalten bzw. für Gesundheit und Krankheit.

Gesundheitsmodell:  Wechselwirkung zwischen Körper und Seele

Gesundheitsmodell: Wechselwirkung zwischen Körper und Seele

Demnach beruhen körperliche Erkrankungen wie auch psychische Störungen auf einer Vielzahl verschiedener Verursachungsbedingungen, die sich in einem fortwährenden Wechselwirkungsprozess befinden. An praktisch jeder Krankheit sind also biologische (Krankheitserreger), psychische (Stress, unverarbeitete Persönlichkeitskonflikte)und soziale Faktoren (die Arbeitssituation und die sozialen Beziehungen zum Vorgesetzten und zu den Kollegen) beteiligt.

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