Demographische Wandel in Deutschland und Europa

Der Demographische Wandel bedeutet im Allgemeinen eine Veränderung der Alterstruktur. Der Begriff wird allerdings heute in Deutschland und vielen anderen Ländern negativ gewertet, da er in diesen Ländern den aktuellen Wandel beschreibt. Der aktuelle Wandel ist, dass die Gesamtbevölkerung älter wird und es immer weniger Kinder gibt. Daraus entstehen erhebliche Probleme, die sich vor allem auf den ländlichen Raum auswirken.

Der Demographische Wandel wird durch drei Faktoren bestimmt und vorausgesagt:
1. Geburtenrate: Die Geburtenrate gibt an wie viele Neugeborene es gibt.
2. Lebenserwartung: Die Lebenserwartung gibt an, wie alt die Menschen durchschnittlich werden.
3. Wanderungsdifferenz: Die Differenz ist eine Bilanz aus Zu- und Abwanderung.

Die Bevölkerungsstruktur von 1910 ist eine typische Struktur für eine Bevölkerung, die sich am Anfang der Industrialisierung befindet. Es gibt eine hohe Geburtenrate und die Lebenserwartung ist nicht sehr hoch. Die Bevölkerungsstruktur von 1950 ist vor allem geprägt durch die Einschnitte der beiden Weltkriege, die in Europa und besonders Deutschland stattfanden. Das lässt sich daran erkennen, dass bei den Bevölkerungsgruppen der 30 jährigen und der von 0-10 Jahren erhebliche Lücken zu erkennen sind, zugleich sieht man, dass nach der Lücke des 1. Weltkrieges die Zahl der Neugeborenen sehr hoch war. Im Allgemeinen lässt sich erkennen, dass die Lebenserwartung gestiegen ist. Bei der Bevölkerungsstruktur von 2000 sieht man, wie sich der Demographische Wandel auswirkt. Während des Wirtschaftswunders nach dem 2. Weltkrieg gab es in Deutschland einen regelrechten Baby und – Einwanderungsboom. Dies hat zur Folge, dass es sehr viele Neugeborene gab. Der Einwanderungsboom in Deutschland hat dazu beigetragen, dass der Demographische Wandel hinausgezögert wurde. Bei der Schätzung der Bevölkerungsstruktur für das Jahr 2050 sieht man die Form einer Urne. Hier werden wahrscheinlich wenige Kinder geboren und die Lebenserwartung ist sehr hoch.

Demographischer Wandel in Europa

Die aktuelle Form und die Prognose für die Zukunft sehen in Europa ähnlich aus wie in Deutschland. Der einzige erkennbare Unterschied ist, dass der Frauenanteil der über 80 jährigen schon 2006 heraussticht und 2030 deutlich überwiegt.

Quelle: Diercke Weltatlas, S. 56 Abb. 5
Quelle: berlin-institut.org

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