Merkmale einer Kurzgeschichte

Begriffserklärung

Eine Kurzgeschichte ist eine der bekanntesten Textformen. Wie der Name schon sagt ist vor allem die Kürze der Geschichte das Hauptmerkmal. Der komprimmierte Inhalte beschränkt sich auf das Wesentliche und versucht den Inhalt in aller Kürze zu erzählen.

Lehnübersetzung des englischen Begriffs short story, literarisch-prosaische Form der Gegenwart, dabei aufgrund der fehlenden Länge inhaltlich stark komprimiert

Sprache

  • Geprägt von alltäglicher Sprache, teils lakonisch, umgangssprachlich
  • Oft auch in einem bestimmten Dialekt
  • Die Länge der Kurzgeschichte hat wesentlichen Einfluss auf den Stil, da Thema der Kurzgeschichte meist auf umfangreichere, komplexere Themen hindeutet
  • Oft in Metaphern erzählt
  • Ende meist offen, viele Fragen bleiben, was den Leser unbedingt zur Interpretation zwingt
  • Weder Wertung noch Interpretation seitens des Autors

Erzähltechnik

  • Zumeist in der dritten Person Singular geschrieben, dann und wann aber auch in der ersten Person
  • Teilweise auch auf auktorialer Ebene (d.h., ein Ich-Erzähler berichtet als Unbeteiligter von den Geschehnissen)
  • Die Handlung wird chronologisch wiedergegeben, oft im Präteritum
  • Reflexionen, innere Einblendungen und Monologe können die Chronik ab und an unterbrechen
  • Nur selten Expositionen, meist direkter Einstieg in die Causa, die oft nur ein paar Minuten oder Stunden umfasst
  • Vielfach nur Betrachtung von Momentaufnahmen, Augenblicken oder Bildern statt
  • Der Manierismus, die Atmosphäre der Kurzgeschichte zu verdichten, erfolgt über die Nutzung von Metaphern, Andeutungen, Symbolen und Aussparungen

Handlung/Thema und Protagonisten:

  • Nur ein Erzählstrang, keine Rahmenhandlung
  • Zumeist eine Wendung des Schicksals als Thema
  • Eine Kurzgeschichte ist örtlich sehr begrenzt
  • Meist emotionale/konfliktreiche Situationen als Skizzen
  • Fast immer geht es um eine oder zwei Personen, die Handlung ist oft in ganz alltäglichen Situationen/Momenten angesiedelt
  • Nähere Charakterisierung der Protagonisten findet meist nicht statt

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