Inhalt zu „Die Leiden des jungen Werther“ (Buch 1 und 2)

Der Briefroman besteht aus zwei Teilen. Das erste Buch schildert die Zeit vom 4. Mai 1771 bis zum 3. September. Das zweite Buch beginnt am 20.Oktober 1771 und endet am 21. Dezember 1772. Die beiden Teile bestehen hauptsächlich aus Briefen, im zweiten Buch berichtet der Herausgeber über Werthers Gemütszustand.

Der junge Werther ist in einer kleinen Stadt zu Besuch, um eine Erbschaft für seine Mutter zu regeln. Der Besuch ist für ihn gleichzeitig eine Möglichkeit, sich von einem Mädchen zu lösen, deren Liebe er gewonnen hatte, ohne diese Gefühle aber zu erwidern.

Er findet Ruhe in der Betrachtung der Natur und der Menschen dieser Stadt. Dabei vergleicht er sein Leben mit dem Wechsel der Jahreszeiten. Er hält seine schwärmerischen Erfahrungen und Empfindungen in einem Skizzenbuch fest. Er schildert seine Gefühle in Briefen an seinen Freund Wilhelm. Hier deutet er auch die Möglichkeit des Freitodes an, er fühlt ein „angenehmes Gefühl von Freiheit“ dieses Leben verlassen zu können.

Werther lernt Lotte kennen, die Tochter des Amtmannes. Er verfällt in schwärmerischer Liebe zu ihr. Er bewundert, wie sie bei ihren Geschwistern die Stelle der verstorbenen Mutter einnimmt. Lotte wird von allen in der Stadt bewundert.

Lotte scheint die Liebe zu Werther zu erwidern, obwohl sie mit Albert fast verlobt ist. Werther lebt für die Stunden, die er mit Lotte verbringen kann. Doch als Albert von einer Reise zurückkehrt, erkennt Werther die Hoffnungslosigkeit seiner Liebe, zumal Albert in ihm einen Freund sieht.

Wilhelm rät ihm, die Stadt zu verlassen. Werther übernimmt eine Stelle bei einem Minister, die er aber bald im Streit wieder aufgibt.

Werther kehrt wieder in die Nähe seiner Angebeteten zurück. Lotte hat inzwischen Albert geheiratet. In seiner verzehrenden Leidenschaft hat er den Gedanken, dass Albert Lotte gar nicht liebt. Er sieht nur noch einen Ausweg aus der hoffnungslosen Liebe.

Er geht zu Lotte, um Abschied zu nehmen. Am nächsten Morgen erbittet er von Lotte die Pistolen von Albert, weil er diese für eine Reise mitnehmen wolle. Lotte händigt dem diener die Waffen aus, voller banger Befürchtungen. Sie findet nicht die Kraft, Albert davon zu erzählen. Am nächsten Morgen findet man Werther tot auf.

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