Aufbau + Gliederung einer Bachelorarbeit, Masterarbeit, Hausarbeit, Seminararbeit

Das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit – zum Beispiel der Bachelor- oder Masterarbeit oder irgendeiner Art von Hausarbeit – ist immer eine große Herausforderung. Zu Beginn muss man sich natürlich ein Thema oder eine Problemstellung überlegen und diese mit dem betreuenden Dozenten oder Professor abklären. Sobald ein konkretes Thema feststeht, beginnt die Suche nach passendem Material (im Internet, Bibliotheken etc.). Anschließend sollte das Material ausgewertet und eine grobe Gliederung vorgenommen werden. Als Hilfestellung findest du hier einen Vorschlag, wie man die Gliederung und somit den Grundaufbau einer solchen Arbeit erstellen kann. Natürlich hat letztendlich jeder seine eigene Herangehensweise und auch die Anzahl an Verzeichnissen etc. kann variieren. Handelt es sich um eine Hausarbeit, können zudem einzelne Punkte weggelassen bzw. müssen nicht so ausführlich behandelt werden. Bei Bachelor- und Masterarbeiten sollten die folgenden Punkte jedoch in der Arbeit vorkommen.

Gliederung:

  1. Deckblatt
  2. Verzeichnisse
  3. Einleitung
  4. Grundlagen und Defintion
  5. Hauptteil
  6. Schluss

Deckblatt

Das Deckblatt der Arbeit sollte seriös und ansprechend wirken. Oft gibt es von dem Dozenten oder der Hochschule bereits konkrete Vorgaben, was auf dem Deckblatt erscheinen soll und was nicht.

Verzeichnisse

Anschließend folgen die Verzeichnisse; allen voran natürlich das Inhaltsverzeichnis, welches dem Leser eine Übersicht verschafft. Dann können noch einige weitere Verzeichnisse folgen, die aber nicht unbedingt alle in einer Arbeit vorkommen müssen. Im Abbildungsverzeichnis listet man in chronologischer Reihenfolge die Abbildungen der Arbeit und deren Quelle auf. Ebenso verhält es sich mit dem Tabellenverzeichnis. Das Abkürzungsverzeichnis erklärt alle Abkürzungen, die nicht so gängig und damit für den Leser unbekannt sein könnten.

Einleitung

Die Einleitung ist – sofern es kein Vorwort gibt – das Erste, was der Leser liest und daher sollte man hier besonders auf Stil und Satzbau achten, um dem Leser die Lektüre so angenehm wie möglich zu machen. Außerdem muss man

  • das Thema vorstellen und in einen Zusammenhang einordnen (ggf. auch Themenwahl begründen)
  • die Problemstellung aus dem Titel näher erläutern
  • die verschiedenen Ziele der Arbeit verdeutlichen (bspw. eine These beweisen/widerlegen, etwas kritisch hinterfragen etc.)
  • die Vorgehensweise (Methodik) der Arbeit beschreiben
  • eine Abgrenzung zu anderen Themen machen (Warum wurde dieses Thema behandelt und nicht ein anderes?)
  • den Aufbau der Arbeit erläutern (Vorstellen der einzelnen Kapitel)

Grundlagen und Definitionen

Damit man einen Eindruck über das Themengebiet bekommt, sollte man unter diesem Punkt den aktuellen Stand der Forschung bezüglich des Themas darstellen und außerdem die theoretischen Grundlagen festhalten. Auch wichtige Definitionen können unter diesem Punkt genannt werden. Bei einfachen Hausarbeiten ist dies meistens nicht notwendig.

Andere wiederum nehmen diesen Punkt mit in die Einleitung. Eine extra Überschrift schafft hier jedoch mehr Struktur und die Arbeit wird dadurch übersichtlicher. Grundsätzlich also

  • Definitionen der vorgestellten Konzepte/Theorien
  • Inwieweit sind diese relevant für mein Thema/meine Problemstellung?
  • Gibt es bereits empirische Ergebnisse in dem Themengebiet? Welche?

Hauptteil

Der Hauptteil ist der längste Teil der Arbeit und sollte daher um die 80% der Arbeit ausmachen. Ein „roter Faden“ muss immer erkennbar sein und die Kapitel sollten natürlich einen präzisen und informativen Namen erhalten.

  • Argumentationsgang überlegen und sinnvoll strukturieren
  • Datengewinnung und Analyseverfahren erklären
  • Hypothesen aufstellen und ggf. widerlegen/bestätigen
  • Erkenntnisse/Ergebnisse auswerten und kritisch beurteilen

Für den Leser ist es nicht immer einfach, den Gedankengang des Verfassers der wissenschaftlichen Arbeit nachzuvollziehen. Daher ist es außerdem sinnvoll,

  • Kapitel und Unterkapitel zu machen
  • Absätze zu machen

Zitate und Referenzen müssen gewissenhaft als solche kenntlich gemacht werden. Entweder in Form von Fußnoten oder am Ende der Arbeit. Außerdem ist ein Literaturverzeichnis nötig, in dem man alle verwendeten Materialien auflistet. Als Hilfe zum richtigen Zitieren ist folgende Internetseite sinnvoll: http://www.wissenschaftliches-arbeiten.org/faq/zeilenabstand.html#fussnote

Schluss

  • zentrale Erkenntnisse/Ergebnisse zusammenfassen
  • eigene Meinung zum Themengebiet verdeutlichen
  • mögliche Schwächen der Methodik oder Vorgehensweise erwähnen
  • Ausblick auf das Forschungsgebiet geben
  • Empfehlungen für künftige Arbeiten aussprechen

Die eidesstattliche Erklärung darf natürlich auf keinen Fall vergessen werden. Hierzu nimmt man meistens das Standardmuster:

„Hiermit erkläre ich an Eides statt, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst habe. Alle wörtlichen und sinngemäßen Übernahmen aus anderen Werken habe ich jeweils kenntlich gemacht. Diese Arbeit wurde bisher keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt und auch noch nicht veröffentlicht.

[Ort], [Datum]
[Unterschrift mit Vor- und Zunamen]“

Ähnliche Informationen zum korrekten Vorgehen sind hier auch im Video zu finden. Auch wenn die Präsentationsform des Herren etwas altbacken anmuten lässt, so sind die Infos doch sehr gut:

Auch diese PDF-Dateien zum Thema wissenschaftliches Schreiben von Universitäten könnten hilfreich sein:

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Und dir jetzt viel Erfolg beim Schreiben deiner wissenschaftlichen Arbeit!

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