Berufsbild Rechtsanwalt – Voraussetzungen + Kompetenzen

1. Ausbildung

Aufbau:

  • Jurastudium (37 Unis in Deutschland), kein NC
  • Mindeststudienzeit: 7 Semester (durchschnittliche Studiendauer 9 Semester)
  • Bestehend aus Grundstudium (3 Fächer: Zivilrecht, öffetliches Recht, Strafrecht) 4 Semester (Zwischenprüfung!), Hauptstudium und erster juristischer Staatsprüfung (27% Studienabbrecher vor 1. Examen, 30% bestehen nicht, früher allerdings 48 %, 13% bestehen das zweite nicht 2010)(1.jurist. Prüfung darf zweimal wdh. Werden zur Notenverbesserung, nur bei ununterbrochenem Studium und spät. Nach 8 Mon)
  • Danach 2-jähriges Referendariat und zweite juristische Staatsprüfung
  • 1.+ 2. juristische Staatsprüfung ergeben Note des Jurastudiums

Allgemeines:

  • ca. 20.000 Studienanfänger pro Jahr; 8.000 werden fertig; 7.000 werden Rechtsanwalt nur die besten 10% kriegen eine Stelle beim Staat also -Richter -Staatsanwalt -Notar (alle andern R.)
  • 54% Frauenanteil
  • Angeblich kein trockener Unterricht, sondern Üben an Fällen-passende Rechtsgrundlage finden, verstehen-> definieren und auslegen
  • Franz.-deutsches Studium möglich
  • Alternativen: -Wirtschaftsrecht Uni/Fachhochschule
  • Duale Studiengänge

Vorraussetzungen fürs Studium:

  • Fleiß und Selbstdisziplin
  • Genauigkeit
  • Gute Latein und Mathenoten hilfreich, da logisches Denken, Zusammenhänge
  • Interesse am Studium!

2. Allgemeine Infos

  • Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt bei 3.000 – 10.000 €.
  • Die Gehälter sind geschlechtsneutral, variieren aber sehr stark in Bezug auf Kanzleigröße und Berufserfahrung.
  • Die Stundensätze liegen für private Klienten zwischen 130 und 150€, für gewerbliche Mandate zwischen 180 und 250 €. In
  • kleineren Städten/ wirtschaftlich schwächeren Regionen sind solche Stundensätze aber schwer zu realisieren.
  • 30% der Anwaltschaft ist weiblich.

3. Kompetenzen

  • Diese Kompetenzen sollte ein guter Rechtsanwalt haben:
  • gutes Gedächtnis ->Wissen, wo was steht, Schnelles Lesen im Gesetz
  • überdurchschnittliche mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit, überzeugung richter!
  • Interesse an sozialen Konflikten und Problemen, darum gehts ja
  • Fähigkeit, mit juristischen Denkmethoden und unter assoziativer Verknüpfung zahlreicher Informationen eine Lösung für
  • die genannten Konflikte zu nennen (log. Denken)
  • Fähigkeit zur Abstrahierung, da in den Gesetzen alles abstrakt und erst einmal sehr allgemeingültig gehalten ist -> muss sie ja erst mal verstehen

5. Spezialisierung

20% aller Rechtsanwälte sind Fachanwälte. Rechtsanwälte die in einem bestimmten Gebiet spezielle theoretische und
praktische Erfahrungen verfügen, können von der zuständigen Rechtsanwaltskammer den Titel „Fachanwalt für“ erhalten.

Fachanwaltschaften gibt es für:
Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Medizinrecht, Strafrecht, Urheber- und Medizinrecht und Versicherungsrecht.

6. Berufsaussichten

  • 150.000 Rechtsanwälte in Deutschland somit 540 Bürger auf einen
  • Seit 25 Jahren Verdoppelung der Anwälte
  • 30% haben eine Nebenbeschäftigung (Kellner)
  • Berufschancen sind nicht gerade günstig
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