Welche Götter verehren wir heutzutage?

Spirituelle Götter sind je nach Religion unterschiedlich definiert. Die fünf größten Religionen der Welt (Schätzung von 2010) verehren folgende Götter:

  1. Christentum (etwa 2,3 Mrd. Anhänger) – Gott hat sich in der Gestalt des Menschen Jesus von Nazaret offenbart
  2. Islam (etwa 1,6 Mrd. Anhänger) – Mohammed ist der Gesandte Gottes
  3. Hinduismus (etwa 940 Mio. Anhänger) – je nach Richtung gibt es einen oder mehrere Götter, die Gottheiten erscheinen als persönliche oder unpersönliche Wesen
  4. Buddhismus (etwa 460 Mio. Anhänger) – keine Verehrung eines allmächtigen Gottes, Buddha selbst sah sich weder als Gott noch als Überbringer der Lehre eines Gottes
  5. Judentum (etwa 15 Mio. Anhänger) – Glaubens an einen einzigen, unsichtbaren Gott

Moderne Götter

Die Religion verliert in Deutschland weiter an Bedeutung und neue „Götter“ treten für die Menschen in Erscheinung, die ihnen Halt, Kraft und eine Richtung im Leben geben.

Heutzutage gibt es viele Götter, die uns täglich beeinflussen. Weniger sind es Religionen, als andere Arten, die die Menschen heute anbeten.

Bei Kleidern bestimmen hauptsächlich die Marken, wie Fishbone, Marco Polo oder ähnliches, unser Leben. Der „Nike-Gott“ oder der „Adidas-Gott“ sind solche Götter nach denen wir uns richten und die halbjährlich neue Modetrends präsentieren.

Im Fernsehen gibt es auch solche Götter. Mehrere Musiksender setzen Trends. Der „Viva-Gott“ zeigt die neuesten Musikvideos und wer diese nicht kennt ist sehr schnell „out“. So verbringt man als Kind seine Freizeit vor der Glotze, damit man am nächsten Tag auch in der Schule mitreden kann.

Zudem sollte man auch in Sachen Computer auf dem neuesten Stand sein. Der „Computerspiele-Gott“ ist unverzeihlich, wenn man nicht die aktuellsten Hightech-Spiele kennt. Unter 70 Euro ist kein Spiel zu bekommen.

Auch Social Media und Influencer geben viele Menschen ein Weg einen Ersatzgott zu finden. Zum Beispiel ist der Körperkult auf Instagram sehr ausgeprägt und viele jungen Menschen richten ihr gesamtes Leben auf Fitness aus. Für diese Menschen ist der wöchentlichen Gang zum Fitnessstudio wie früher für die Menschen der Gang zur Kirche. So fühlt man sich einer Gruppe angehörig, die gewisse Werte und Vorstellungen miteinander teilt.

Im Großen und Ganzen ist ein Gott auszumachen, den „Konsum-Gott“. Er nimmt unser aller Leben ein.

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