Musik aus Frankreich – Französische Sänger, Sängerinnen & Komponisten

Ab und zu mal französische Musik zu hören, hilft das Sprachgefühl zu trainieren und das Vokabular zu erweitern. Hier findest du Sänger, Sängerinnen & Komponisten aus Frankreich.

Französische Sänger & Sängerinnen

Die wohl bekannteste französische Sängerin ist Edith Piaf, auch der Spatz von Paris genannt. Mit ihren Balladen wie „La vie en rose“ und „Non, je ne regrette rien“ beeindruckte die Französin ab 1935 nicht nur Paris, sondern die ganze Welt.

Eine weitere Vertreterin des französischen Chanson (französisch für „Lied“) ist Juliette Gréco, die fast zeitgleich mit Edith Piaf ihren Durchbruch hatte und auch als Schauspielerin arbeitete.

Auch die Pariserin France Gall gilt als bekannte französische Sängerin. Vor allem ihr Song „Ella, elle l’a“ hatte internationalen Erfolg.

In den 80er Jahren schaffte Céline Dion, die kanadische Popsängerin, ihren Durchbruch in Kanada und Frankreich und Ende der 80er auch in Deutschland. Neben ihrer durch den Film „Titanic“ weltweit bekannten Single „My Heart Will Go On“ nahm Dion weiterhin auch Alben in französischer Sprache auf.

Mindestens genauso bekannt ist die gebürtige Italienerin Carla Brunis, Sängerin, Model und seit 2008 Ehefrau von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy. In Deutschland stieß vor allem ihr Lied „Quelqu’un m’a dit“ (2002) auf Begeisterung.

Auch heute hört man in den deutschen Charts immer öfter Songs von französischen Künstlern wie Stromae (beispielsweise mit den Titeln „Alors on danse“ und „Papaoutai“), Sexion d’Assaut (Hits sind vor allem „Désolé“ und „Ma Direction“) und der Französin Zaz („Je veux“).

Auch Tal, die Schönheit aus Israel, ist vor allem den Menschen in Frankreich und Belgien ein Begriff. Sie sang Lieder wie „On avance“ und „Waya Waya“.

Ebenfalls bekannt und beliebt ist der französische Sänger Christophe Mae. Seine Alben mit Liedern wie „L’horloge tourne“ und „Dingue, dingue, dingue“ waren auf Anhieb erfolgreich und hielten sich mehrere Wochen in den französischen Charts.

Cœur De Pirate (Piratenherz) ist der Künstlername der französischen Sängerin Béatrice Martin. Von ihr stammen Songs wie „Place de la République“ und „Comme des enfants“.

Die Französin Alizée wurde im Juli 2000 entdeckt und man nahm mit ihr die bekannte Single „Moi… Lolita“ auf. Nicht nur in Frankreich war sie erfolgreich. Weitere Singles wie „J’en ai marre“ oder „Limelight“ folgten und wurden international berühmt. Zusammen mit Olly Murs sang sie beispielsweise auch die französische Variante von „Dear Darlin‘“.

Die letzte Sängerin, die hier vorgestellt werden soll ist Shy’m – in Frankreich geboren unter dem Namen Tamara Marthe. Ihr Vater stammt aus dem Übersee-Departement Martinique und sie wurde als Tänzerin und Sängerin von Liedern wie „Oublie-moi“ und „Victoire“ berühmt. Auch 2014 war sie in Frankreich und Belgien mit ihren beiden Singles „La Malice und „L’effet de serre“ sehr erfolgreich.

Französische Komponisten

Zu den französischen Vertretern der klassischen Musik gehören zweifelsohne Komponisten wie Frédéric Chopin, der 1810 in Polen geboren wurde, aber später auch in Frankreich lebte und wirkte und etliche Balladen und Etüden schrieb.

Auch Namen wie Georges Bizet, ein Vertreter der Romantik, der vor allem durch die Oper Carmen (Uraufführung 1875) bekannt ist, gehören zur französischen Musikgeschichte.

Claude Debussy, der zum Ende des 19. Jahrhunderts wirkte, ist ebenfalls ein bedeutender französischer Komponist. Genau wie Maurice Ravel war er ein Vertreter des Impressionismus.

Zu den modernen Komponisten Frankreichs zählt beispielweise Jean-Jacques Goldman, der unter anderem auch für Céline Dion und Xavier Naidoo Stücke schrieb.

Im frühen 20. Jahrhundert tauchte in Frankreich das Genre des „Chanson“ (französisch für „Lied“) auf. Künstler wie Edith Piaf und Juliette Gréco sangen ihre Balladen im liedhaften Stil – hauptsächlich über Themen wie Liebe, Weltschmerz, Alltagsprobleme, das Altern und die Politik. Meist hatten diese Stücke einen ironischen Beigeschmack. Sogar deutsche Künstler wie Annett Louisan übernehmen noch heute das Genre des französischen Chanson.
In den 60er Jahren setzte sich dann der Begriff des „French Pop“ durch. Die Grenzen zwischen Chanson und French Pop vermischen sich, aber vor allem im Jazz-, Electro- und Hip-Hop-Bereich spricht man eher von French Pop. Vertreter sind beispielsweise Johnny Halliday, Michel Polnareff und Eddy Mitchell.

Seit den 90er Jahren ist das Chanson – nun „Nouvelle Chanson“ genannt – jedoch wieder voll auf Kurs. Die aktuell bekannteste Vertreterin ist Zaz, die von vielen Franzosen als die neue Edith Piaf angesehen wird. Insgesamt lässt sich sagen, dass die französische Popmusik im Laufe der Zeit immer internationaler wurde und sich natürlich auch anderen Einflüssen (beispielsweise der Beatles oder deutschen Künstlern) hingab.

Interessant ist außerdem, dass es in Frankreich seit 1994 eine sogenannte Radioquote gibt, die Radiosendern gesetzlich vorschreibt, dass mindestens 60 % der Sendezeit mit Produktionen europäischer Künstler auszufüllen sind. Zusätzlich müssen 40 % der Sendezeit mit den Produktionen französischer Interpreten gefüllt werden.

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